Tennis aus Wimbledon nur noch im privaten Fernsehen

2011/07

An die Redaktion:
… mit nachstehendem Leserbrief mache ich diesmal meinem u00c4rger u00fcber die Programmgestalter des Deutschen Fernsehens Luft. u00a0

Die verantwortlichen Funktionstru00e4ger des Deutschen Fernsehens haben auf ru00fccksichtslose, unverstu00e4ndliche Weise erreicht, dass der am Tennissport Interessierte z.Z. das Wimbledon-Turnier im normalenrogramm nicht mehr verfolgen kann. Statt dessen u00fcbertragen sie zeitgleich jeweils auf zwei Sendern Frauenfuu00dfball, wie z.B. am 30. Juni Deutschland gegen Nigeria sowohl bei ARD als auch im Eurosport.

Weshalb kann man nicht wenigstens eine Aufzeichnung des Halbfinals Lisicki gegen Sharapowa sehen? Fuu00dfball auf einem Kanal wu00fcrde doch genu00fcgen, zumal es dabei weniger um Sport als um unfaires Verhalten, um pausenlose Rempelei, um Fowls, um Verletzungen geht, so dass stu00e4ndig Sanitu00e4ter zur Hilfe kommen mu00fcssen. Diese Dramatik lu00e4sst sich nur durch Geldgier und Bestechung erklu00e4ren. Und so etwas muten die Programmgestalter einem gleichzeitig auf zwei Kanu00e4len zu, ohne Ru00fccksicht zu nehmen auf das Tennispublikum.

Wie soll dagegen der Tennissport, bei dem es sportlich und fair zugeht, in Deutschland wieder populu00e4r werden, wenn man vom Fernsehzuschauer verlangt, zusu00e4tzlich zu den u00fcberhu00f6hten Rundfunkgebu00fchren noch einen Aufpreis von u00fcber 30 u20ac zu zahlen, um etwa bei Sky, einem privaten Sender, ein Tennismatch mit der deutschen Hoffnungstru00e4gerin Lisicki in Wimbledon zu sehen?

Ich weiu00df, dass ich mit dieser Elegie nichts zu u00e4ndern vermag. Aber eines werde ich hoffentlich erreichen: dass die TV-Sender merken, wie ungehalten die Tennissportler und deren Fans sind und dass sie gegen deren Programmgestaltung heftig protestieren.