Lafontain, Witzbold oder Demagoge?

2004/08

Noch vor 6 Jahren hat der ehemalige SPD-Chef selbst Sozialreformen nach dem Muster Hartz gefordert, und jetzt tat er in Leipzig das Gegenteil.
Lafontains Gesicht sieht aus wie ein Eisenbahnnetz, bei dem das Stellwerk ausgefallen ist. Seine Thesen von einst zollten ihm nur spu00e4rlichen Beifall, nun wird er von der SPD sogar als Demagoge gegen die eigene Sache herabgewu00fcrdigt.
Der ehemalige Bundesvorsitzende der SPD hat ein so dickes Fell, dass er offensichtlich kein Ru00fcckgrat braucht. Oder versucht er, die Volksseele als Witzbold aufzustacheln? Hat die SPD immer noch keine klare Linie? Quo vadis SPD?
Merkwu00fcrdigerweise fu00fchlt sich aber der Wu00e4hler gar nicht verantwortlich fu00fcr die Regierung, die er gewu00e4hlt hat.
Richard Nixon sagte einmal als Pru00e4sident der USA: “Fu00fcr Politiker gehu00f6rt es zum Geschu00e4ft, die Unwahrheit zu sagen. Deshalb kann ein Politiker im moralischen Sinne des Wortes nicht lu00fcgen”. Sind wir in Deutschland auch schon so weit gekommen?
In der Politik sollte aber doch keine Emotion und keine Leidenschaft Platz haben auu00dfer der Leidenschaft zur Vernunft.