Traurig, Traurig!

2005/08

Trotz Ausbildungspakt auch in diesem Jahr wieder einige 100 000 Lehrstellenbewerber ohne Ausbildungsplatz!
Das wird eine Regierung, die beruhigt zusieht, wie Saisonarbeitsplu00e4tze fu00fcrs Spargelstechen, Gurkenpflu00fccken usw., die fu00fcr einen Stundenlohn von
5 EURO nur durch Polen und sonstige Auslu00e4nder unserer Nachbarstaaten zu besetzen sind, nicht mehr u00e4ndern ku00f6nnen. Warum? Die HartzIV-Sozialempfu00e4nger du00fcrfen zwar hinzuverdienen, aber fu00fcr derartige “Sklavenarbeit”, wie das in diesen Kreisen genannt wird, stehen sie nicht zur Verfu00fcgung.
Solange aber der Staat in seiner Funktion als Verteiler der eingehenden Steuergelder fu00fcr sie sorgt und ihnen den Lebensunterhalt bezahlt, fehlt vielen jungen Leuten der Wille zu arbeiten. Gemeint sind insbesondere Jugendliche jener Gruppe, die einer Sozialhilfedynastie zuzuordnen ist, einer Familie also, in der Vater und sogar Grou00dfvater sich darauf verstehen, vom Staat zu leben, ohne selbst etwas einzubringen. Kein Wunder, dass alle Kassen inzwischen leer sind.
Aber auch beim Lehrling sind doch die wichtigsten sozialen Verhaltensmuster einzufordern, wie Arbeitswille, beruflicher Ehrgeiz, Pu00fcnktlichkeit, Zuverlu00e4ssigkeit, damit er den Mindestanforderungen der Ausbildung entspricht und damit aus ihm ein taugliches Mitglied unserer Gesellschaft werden kann.
Leider viel zu oft finden aber die Betriebe aus Wirtschaft und Handwerk trotz der Stapel eingegangener Bewerbungen keine geeigneten Bewerber. Was nu00fctzt es da, wenn die Wirtschaft erneut 30 000 neue Ausbildungsplu00e4tze bereitgehalten hat.
Sollte die ku00fcnftige Regierung diese Verhu00e4ltnisse nicht rigoros u00e4ndern, wird das traurige Bild vom heutigen Deutschland immer noch trauriger werden.